Zu Hilfe, Polizei! – Handyortung als Streitschlichter

Cid Jonas Gutenraht ist Polizist in Berlin und hat seine Erfahrungen im Buch „110 – Ein Bulle hört zu“ niedergeschrieben. Der 45-jährige berichtet über seinen Alltag in der Berliner Polizei-Notrufzentrale. Aus diesem Buch hat die BZ einige Auszüge veröffentlicht. Die Geschichten berühren, verblüffen, erschrecken, lassen einen traurig sein und verleiten zum Lachen.

Hierzu gehört ein eingehender Anruf des „Fremdgehers und seiner Prügel-Ehefrau“ in der Notrufzentrale Berlin. „Sie müssen kommen, die fette Schlampe haut mir uff die Fresse“. Der verängstigte Mann hatte seine Frau wahrscheinlich ein mal zu oft betrogen – und sie war ihm auf die Schliche gekommen. Ein heftiger Streit entfachte. Immer dabei: Polizist Gutenrath, am anderen Ende der Notrufleitung.

„Du hast fremdjevöjelt! […]“ und „Ick zieh dir die Eija lang!“. Im Hintergrund solide Stampfer, ein Klatschen und Scheppern. Der Fremdgeher bettelt den Polizisten an „Kommse schnell, ick hab keene Chance!“. Gutenrath fragt ihn, ob die Frau eine Waffe hat: „Mann, die is ’ne Waffe!“. Es folgt wieder ein Klatschen. Der Anrufer bettelt sie an: „Mausi, hör uff. Ick mach det nie wieda.“.

Der Polizist behauptet, er habe schon längst eine Handyortung gemacht, um die beiden zu finden. Im Hintergrund hört er nun ein Flüstern: „Du sachst jetze zu die Bullen, det allet in Ordnung is! Haste det kapiert […], Vogel?“. Er gibt auf: „Na, allet supa, beste Bohne! Allet spitze! Janz toll!“.

Das Ende von Mausi und Vogel: Ein Streifenwagen hat die beiden später überprüft, da lagen sie sich bereits wieder in den Armen…

Eine amüsante, wahre Geschichte. Nachzulesen unter BZ online.

Und unser Fazit: Handyortung kann Leben retten, verlorene Telefone finden, Täter aufspüren und jetzt auch noch Streitigkeiten schlichten! 🙂

 

Quelle und Zitate: BZ Notruf-Serie (5)

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