Handyortung als moderne Ermittlungsmethode – Erpresser in Brandenburg gefasst

Erneut konnte eine Straftat mit Hilfe der Handyortung aufgeklärt werden. Auch wenn die Ermittlung von Standortdaten mittels Mobiltelefon teilweise umstritten ist, zeigt ein aktueller Fall aus Brandenburg, wie durch diese moderne Ermittlungsmethode ein Erpressungsfall erfolgreich vereitelt werden konnte. Die Ortung des Täter-Handys hat in diesem Fall womöglich Leben gerettet.

Was war geschehen?

Ein Arbeitsloser 54-jähriger aus dem Jerichower Land wollte 800.000€ von einer Unternehmerfamilie aus Rogäsen erpressen. Er drohte dem Eiswaffelfabrikant Jörg S., seine 12-jährige Tochter zu töten, wenn er sich nicht auf die Zahlung einließe. Nachdem die Familie sofort unter Polizeischutz gestellt und Mutter und Tochter an einen unbekannten Ort gebracht wurden, begannen die Ermittlungen. Bereits nach 4 Tagen gab es einen Fahndungserfolg. Die Ermittler konnten den Verdächtigen auf einem Parkplatz der Autobahn A2 festnehmen, nachdem sie die Standortermittlung seines Handys veranlasst hatten. Der mutmaßliche Erpresser wurde bereits nach dem Verlassen seiner Wohnung von den Spezialkräften verfolgt. Als die Ermittler sicher waren, dass es sich um einen Einzeltäter handelte, erfolgte der Zugriff. Der arbeitslose Sachsen-Anhalter ließ sich widerstandslos festnehmen.

Auch dieser Fall ist wieder ein positives Bespiel dafür, wie moderene Ermittlungsmethoden wie die Handyortung bei der Aufklärung von Straftaten helfen und in vielen Fällen sogar Leben retten können.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

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