Buntmetalldiebe per Handyortung überführt

Laut Bericht der Märkischen Allgemeine hat der Prozess gegen drei Polen, die bereits seit einem Jahr wegen Bundemtalldiebstahls in Untersuchungshaft sitzen, begonnen.

Zwischen Fangschleuse und Fürstenwalde im Oder-Spree-Landkreis hatte es seit Ende 2009 immer wieder Übergriffe auf Oberleitungen der Bahn gegeben, bei denen tonnenweise Festpunktseile und Bronzekabel abmontiert wurden. Die Folgen für die Bahn: ein millionenschwerer Schaden und gefährliche Beeinträchtigungen des Schienenverkehrs.

Nach der Überwachung von Handygesprächen und -daten konnten mehrere hunderttausend  Datensätze ausgewertet werden, die den Verdacht gegen die polnischen Täter erhärteten. Am 13. Juli 2010 passierten die Verdächtigen die Grenze und schalteten in Deutschland ihre Handys ein, woraufhin sie fast lückenlos geortet wurden.

Mitgeschnittene Telefonate, die die wachsende Nervosität der Täter demonstrierten, sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Anklage.

Die Täter beteuerten jedoch weiterhin ihre Unschuld und hofften auf Freispruch. Siebeneinhalb Jahre fordert die Staatsanwaltschaft.

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